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16.01.2018 10:17:45


Monatsinfo Januar 2018



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Liebe Eltern

Ich wünsche Ihnen ein frohes und harmonisches Neues Jahr!


Die Lehrpersonen von Dierikon haben sich in einer internen Weiterbildung im November 2017 mit dem Thema Hausaufgaben befasst. Die Sekundarschule Root wechselt auf das Schuljahr 2019/20 ihr Modell. Informationen dazu finden sie im zweiten Teil.


Hausaufgaben Elterninfo
Hausaufgaben sind ein wesentlicher Teil des Schulalltags. Sie stellen eine Verknüpfung zwischen Schule und Elternhaus her und können sich in dieser Beziehung positiv wie negativ auswirken. Sie beeinflussen zudem den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler. Deshalb haben wir an unserer Schule eine Vereinbarung getroffen, wie wir mit den Hausaufgaben umgehen.

1. Wir geben den Schüler/innen eher kurze Hausaufgaben, dies aber regelmässig.
1./2. Klasse
2x pro Woche (in der Regel Montag und Donnerstag)
1.Klasse in der Regel ca. 10min / 2. Klasse ca. 20min

3.-6. Klasse
3x pro Woche ( in der Regel Montag, Dienstag und Donnerstag)
3. / 4. Klasse bis max. 30 min Hausaufgaben (3x pro Woche)
5. / 6. Klasse bis max. 50 min Hausaufgaben (3x pro Woche)

2. Lehrpersonen der gleichen Klasse sprechen sich gegenseitig ab, damit die Belastung durch Hausaufgaben nicht zu gross wird.

3. Unsere Hausaufgaben regen zum Denken an und bereiten den weiteren Unterricht vor.

4. Wir differenzieren wenn möglich die Hausaufgaben nach der individuellen Leistungsfähigkeit der Schüler/innen.

5. Wir reden mit den Schüler/innen über die Hausaufgaben. Wir klären ab, über welche arbeitstechnischen, intellektuellen und motivationsmässigen Voraussetzungen sie verfügen.

6. Unsere Hausaufgaben sind so formuliert, dass die Schüler/innen sie selbstständig lösen können und Elternhilfe nicht vorausgesetzt wird.

7. Damit alle Schüler/innen verstehen, worum es geht, werden die Hausaufgaben schriftlich und/oder visualisiert erteilt.

Ziele der Hausaufgaben sind in der 1./2. Klasse, die Freude am Lernen erhalten, Selbständigkeit und Selbstverantwortung fördern. Zudem sind sie ein Fenster für die Eltern zur Schule. In der 3.-6. Klasse sollen sie die Selbständigkeit und Selbst-verantwortung fördern (eintragen, planen, einteilen, Lernpartner suchen), das Lernen auf ausserhalb des Unterrichtes ausweiten, Gelerntes üben, vertiefen und wiederholen (Prüfungsvorbereitungen) und den Lernprozess der Lernenden anregen.

Rolle der Eltern Hausaufgaben sind einerseits ein Fenster zur Schule und geben den Eltern Einblick, was dort läuft. Auf der andern Seite können die Kinder mit den Hausaufgaben zu Hause zeigen, was sie gelernt haben.
Arbeiten Schule und Eltern gut zusammen, unterstützen Hausaufgaben die Schülerinnen und Schüler beim Lernerfolg.
Hausaufgaben sind nicht Elternaufgaben. Die Hausaufgaben sollten von den Lernenden selbstständig erledigt werden können. Die Eltern unterstützen, indem sie Interesse zeigen an den Arbeiten des Kindes für die Schule, dem Kind helfen, wenn es dies verlangt und vorzeigen wie man sich selber mit Duden, Lexikon und auch im Internet hilft. Je nach Persönlichkeit und Alter benötigen die Lernenden einen klar definierten Rahmen, damit sie die Hausaufgaben gut erledigen können. Das kann z. B. heissen: Zuerst die Hausaufgabe, dann die Freizeit.

Auch ein heller, ruhiger Arbeitsplatz ist wichtig.
Wenn das Kind bei den Hausaufgaben wiederholt Schwierigkeiten hat - vielleicht ist es über- oder unterfordert - teilen die Eltern dies der Lehrperson mit: Machen Sie eine Notiz im Hausaufgabenheft oder suchen Sie das Gespräch.
Die Kinder lernen in der Schule sehr früh, sich selber einzuschätzen und selbständig zu arbeiten. Das drückt sich auch bei den Hausaufgaben aus. Je nach Alter sollen und können die Kinder und Jugendlichen

- die Verantwortung für die Hausaufgaben selber übernehmen
- den Arbeitsplatz bestimmen und allenfalls einrichten.
- den Arbeitsrhythmus selber bestimmen und Pausen einlegen.
- grosse Hausaufgaben auf verschiedene Tage einteilen.
- Aufgaben nach Prioritäten ordnen und längerfristig gezielt die Zeit einteilen.

Freuen Sie sich als Eltern über die Entwicklung Ihres Kindes. Zeigen Sie ihm Anerkennung und Wertschätzung.

Bitte beachten Sie auch den Flyer von «mit-kindern-lernen.ch»



Sekundarschule Root

Förderung der Stärken mit dem kooperativen Sekundarschulmodell Root.

Im Kanton Luzern stehen den Sekundarschulen drei Modelle zur Auswahl. Die Gemeinde Root wechselt im Schuljahr 2019/2020 vom getrennten in das kooperative Modell, welches den individuellen Fähigkeiten der Lernenden entgegenkommt.

Der Kanton Luzern stellt das getrennte, das kooperative und das integrierte Modell den Sekundarschulen zur Auswahl. Der Gemeinderat hat unter Einbezug der Lehrerschaft, der Schulleitungskonferenz, der Bildungskommission und der Geschäftsleitung beschlossen, im Schuljahr 2019/20 vom getrennten in das kooperative Sekundarschulmodell zu wechseln.

„Alle Lernenden, die im Schuljahr 2017/18 die fünfte Primarklasse besuchen, werden als erste an der Sekundarschule im neuen Modell unterrichtet“, sagt Markus Künzler, Schulleiter der Sekundarschule. „Die Zuteilung in die Stammklasse und in das Niveau der Fächer Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik (Niveaufächer) erfolgt nach Abschluss des Übertrittverfahrens während der fünften und sechsten Klasse. Die wichtigsten Änderungen werden an einem speziellen Elternabend am Mittwoch, 28. Februar 2018, 19.30 – 20.30 h, durch die Schulleitung vorgestellt“.

Was ist neu an der kooperativen Sekundarschule?
Das kooperative Sekundarschulmodell soll den individuellen Fähigkeiten der Lernenden besser Rechnung tragen. So ist jede Schülerin, jeder Schüler einer Stammklasse AB oder C zugeteilt. In der Stammklasse werden die Fächer Lebenskunde, Musik, Sport, Geografie, Geschichte, Naturlehre, Hauswirtschaft, Technisches und Bildnerisches Gestalten unterrichtet (mit der Einführung des Lehrplans 21 werden diese Fächerbezeichnungen geändert). Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik sind Niveaufächer.

Je nach Fähigkeit besucht dann z.B. ein Schüler der Stammklasse C den Unterricht in Mathematik im Niveau A, Deutsch im Niveau B und Französisch und Englisch je im Niveau C (vergl. Grafik unten, Beispiel 1). Im 2. Beispiel ist z.B. eine Schülerin in der Stammklasse AB eingeteilt. In den Fächern Deutsch und Französisch wird sie je im Niveau A, im Englisch im Niveau B und in der Mathematik im Niveau C unterrichtet.

Das kooperative Modell ist durchlässig. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, ist ein Wechsel der Niveaugruppen auf Ende jedes Semesters möglich. Wird ein Stammklassen-wechsel nötig, so erfolgt dieser am Ende des Schuljahres.

Modellwechsel mit Einführung des Lehrplans 21
Die nächsten knapp zwei Jahre werden vom Schulleiter der Sekundarschule und der Lehrerschaft dazu genutzt, den Modellwechsel sowie die gleichzeitige Einführung des Lehrplans 21 vorzubereiten.

Die Lehrerschaft hat sich während den letzten Jahren intensiv mit den Organisations-modellen auseinandergesetzt. „Sie unterstützt den Wechsel ins neue Modell grossmehrheitlich“, hält Markus Künzler fest und ergänzt: „Dies ist eine gute und wichtige Voraussetzung für das Gelingen dieses Modellwechsels.“


Gabriella Bugari
06. Januar 2018
 
Monatsinfo Januar 2018 Monatsinfo_Januar_18.pdf (96.9 kB)